Devisen: Euro zu US-Dollar und Franken wenig verändert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag zum US-Dollar bis am frühen Abend leicht nachgegeben. Nach zwischenzeitlichen Gewinnen notiert die Gemeinschaftswährung auf 1,1239 USD und damit etwa so hoch wie am Mittag und etwas tiefer als am Morgen. Zum Schweizer Franken gab der Euro seit dem Mittag nach auf 1,0935 von 1,0945 CHF. Der Dollar zum Franken notiert derweil auf 0,9729 nach 0,9739 CHF am Mittag.
15.09.2016 17:01

Nur zeitweise war der Eurokurs in Richtung 1,13 USD gestiegen. Auslöser der Gewinne waren schwache amerikanische Konjunkturdaten gewesen. Sowohl Umsatzzahlen vom Einzelhandel als auch Daten zur Industrieproduktion hatten enttäuscht. Sie verliehen dem Eurokurs aber nur kurz einen Schub. An eine Fortsetzung der Ende 2015 begonnenen Zinsstraffung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche glaubt ohnehin kaum noch ein Anleger. Am Geldmarkt liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinsanhebung bei gerade einmal 20%. Damit dürfte die Fed ihre Geldpolitik nicht mehr vor den US-Präsidentschaftswahlen im November straffen.

Auch die Kursbewegungen zwischen anderen bedeutenden Währungen und dem Dollar fielen am Donnerstag gering aus. Unter Druck stand jedoch das britische Pfund. Zwar nahm die Bank of England nach ihrer regulären Zinssitzung keine weitere Lockerung ihrer Geldpolitik vor. Sie stellte aber eine zusätzliche Zinssenkung noch in diesem Jahr in Aussicht. Im August hatte die Notenbank auf Brexit-Votum reagiert und ihre Geldpolitik stark gelockert. Damit will sie wirtschaftlichen Risiken vorbeugen, die sie in dem Entschluss der Briten sieht, die EU verlassen zu wollen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85198 (0,85078) GBP und 114,98 (115,37) fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'310,80 (1'321,75) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'130,00 (37'230,00) EUR.

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(AWP)