Devisen: Euro zu USD und CHF wieder etwas stärker - GBP legt deutlich zu

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstagnachmittag zum US-Dollar und zum Schweizer Franken wieder etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung bleibt aber am frühen Abend mit 1,1098 nach 1,1076 USD am frühen Nachmittag unter der Marke von 1,11 USD. Am Morgen kostete der Euro noch 1,1120 USD. Zum Franken kletterte die Gemeinschaftswährung wieder über 1,08 CHF und notiert auf 1,0813 nach 1,0782 CHF am frühen Nachmittag. Der Dollar zum Franken geht derweil für 0,9744 nach 0,9733 CHF um. Einen deutlichen Anstieg verzeichnete am Donnerstag das britische Pfund. Dies, nachdem ein Gericht entschieden hatte, dass das britische Parlament dem Beginn der Brexit-Verhandlungen zustimmen muss.
03.11.2016 17:26

Neue Umfragen zum US-Präsidentschaftswahlkampf hätten den Dollar gestützt, sagten Händler. Demnach liegt die Demokratin Hillary Clinton laut einer Umfrage der "Washington Post" und dem Fernsehsender "ABC" zwei Prozentpunkte vor dem Republikaner Donald Trump. Eine vorherige Umfrage hatte noch Trump leicht vorne gesehen. Dies hatte den Dollar stark belastet. Für Verunsicherung sorgt etwa die von Trump angekündigte protektionistische Wirtschaftspolitik. Nach einem Sieg von Trump könnte auch die Unabhängigkeit der US-Notenbank Fed grundsätzlich in Frage gestellt werden.

Um über ein Prozent zum Dollar gestiegen ist hingegen das britische Pfund. Am Vormittag hatte der High Court in London entschieden, dass die Regierung nicht befugt ist, ohne vorherige Parlamentsabstimmung Artikel 50 des Europäischen Vertrags und damit die Austrittsverhandlungen mit der EU auszulösen. "Die Bühne ist frei für einen neuen Kampf um den Brexit", kommentierte Neil Wilson vom Handelshaus ETX Capital. "Es besteht die Möglichkeit, dass das Parlament den britischen Ausstieg aus der EU blockieren wird, wenngleich diese Aussicht derzeit gering ist und in weiter Ferne liegt." Nach dem Brexit-Votum Ende Juni war das britische Pfund stark unter Druck geraten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs zum Dollar auf 1,1064 (Mittwoch: 1,1095) USD fest. Der Dollar kostete damit 0,9038 (0,9013) EUR. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88658 (0,90063) GBP und 114,25 (114,62) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'301,00 (1'303,75) USD gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36'870,00 (36'990,00) EUR.

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(AWP)