Devisen: Euro zum Dollar behauptet - Seitwärts zum Franken

Der Euro hat am Donnerstag im frühen Handel gegenüber dem US-Dollar leicht zugelegt. Am Morgen wird die Gemeinschaftswährung bei 1,0791 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als in der Nacht. Zum Franken bewegt sich der Euro dagegen bei einem Stand von zuletzt 1,0695 CHF weiter seitwärts. Der US-Dollar ist seit dem Vorabend wieder näher an die 0,99-Grenze gerückt und steht aktuell bei 0,9912 CHF.
02.02.2017 08:28

Die Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwochabend brachte keine Überraschungen mit sich. Der Dollar geriet im Anschluss aber etwas unter Druck. "Zwar erkennen die Notenbanker an, dass sich die Stimmung der Unternehmen und Konsumenten aufgehellt hat", kommentiert Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank. Doch an ihrer grundsätzlichen Einschätzung des US-Ausblicks habe sich offenbar nichts geändert.

Der US-Leitzins bleibt wie erwartet zwischen 0,50 und 0,75 Prozent. In Zukunft werde es nur schrittweise Zinserhöhungen geben, betonte die Fed einmal mehr. Die Risiken für den konjunkturellen Ausblick seien "ungefähr ausgeglichen". Die US-Wirtschaft sei weiter auf einem moderaten Wachstumskurs, auf dem Arbeitsmarkt habe es einige Anzeichen für eine weitere Verbesserung gegeben und die Inflation kehre wieder auf das anvisierte Ziel von zwei Prozent zurück.

Im weiteren Tagesverlauf richtet sich der Blick der Anleger auf Grossbritannien, wo geldpolitische Entscheidungen der Bank of England anstehen. Ausserdem hat die Regierung angekündigt, einen Plan für die Trennung von der Europäischen Union zu veröffentlichen.

Premierministerin Theresa May hatte vor zwei Wochen in einer Grundsatzrede einen "harten Brexit" angekündigt, der auch den Ausstieg aus dem europäischen Binnenmarkt bedeutet. Damals versprach sie auf Druck vor allem der Opposition, ihre Verhandlungsstrategie genauer zu umreissen. Der exakte Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses sogenannten Weissbuchs ist noch unbekannt. In der Nacht auf Donnerstag erreichte das Britische Pfund den stärksten Stand seit Mitte Dezember bei 1,2680 Dollar.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es beim südkoreanischen Won, der am Donnerstag im Verhältnis zum Dollar um über ein Prozent zulegte und auf den stärksten Stand seit Mitte November stieg. Zuvor waren überraschend starke Inflationszahlen veröffentlicht worden. Demnach lag die südkoreanische Teuerungsrate im Januar bei 2,0 Prozent. Experten hatten lediglich 1,5 Prozent erwartet.

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(AWP)