Devisen: Euro zum Dollar etwas leichter - Zum Franken weiter behauptet

Der Euro hat am Dienstag gegenüber dem US-Dollar leicht nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Mittag bei 1,1398 US-Dollar gehandelt und damit etwas unter dem Niveau vom Vortag.
11.07.2017 13:23

Zum Franken behauptet sich der Euro bei aktuell 1,1040 CHF auch weiterhin klar oberhalb der Marke von 1,10. Diese hatte er am Freitag zum ersten Mal seit September vergangenen Jahres zurückerobert. Bei der UBS heisst es in einem aktuellen Kommentar zum Devisenmarkt, der Franken werde derzeit stark verkauft, da viele Investoren ihre Positionen in sichere Häfen auflösen würden. Der US-Dollar nähert sich mit 0,9688 CHF langsam der Marke von 0,97 wieder an.

Marktbewegende Konjunkturdaten stehen im weiteren Tagesverlauf nicht an. Am Devisenmarkt richten sich die Blicke bereits auf einen Auftritt der Chefin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, vor Vertretern des US-Kongresses am Mittwoch.

US-Präsident Donald Trump will unterdessen ein neues Fed-Mitglied nominieren. Wie das Weisse Haus in der Nacht auf Dienstag mitteilte, soll Randal Quarles künftig für die Bankenregulierung verantwortlich sein. Quarles ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Finanzministeriums in der Regierung von George W. Bush und ist derzeit bei einer Private-Equity-Firma aus Salt Lake City tätig. Er soll auf Daniel Tarullo folgen, einen Verfechter einer strikten Bankenregulierung, der im April zurückgetreten war. Quarles Ernennung muss noch vom Senat bestätigt werden, in dem die Republikaner die Mehrheit haben.

"Es dürfte noch zu früh sein, um einzuschätzen, ob er eher der Tauben- oder der Falken-Fraktion angehören wird", kommentierte Thu Lan Nguyen, Expertin bei der Commerzbank. Zwar habe sich Quarles während der Präsidentschaft Barack Obamas kritisch über die Nullzinspolitik geäussert. "Doch das hatte US-Präsident Donald Trump ebenso, nur um sich nach den Wahlen als 'Niedrigzins-Person' zu bezeichnen", so Nguyen.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es am Dienstag beim neuseeländischen Dollar, der um fast ein Prozent nachgab. In der Nacht wurden in Neuseeland enttäuschende Zahlen zur Kreditkartennutzung veröffentlicht. Deutlich geschwächt waren auch Schwellenländerwährungen wie der russische Rubel, die türkische Lira und der südafrikanische Rand.

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(AWP)