Devisen: Euro zum Dollar etwas schwächer - Zum Franken bei 1,071

Der Euro hat am Mittwoch einen kleinen Teil seiner deutlichen Gewinne vom Vortag abgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0693 US-Dollar und damit etwas weniger als am Vorabend.
18.01.2017 17:19

Grund der Euro-Verluste war ein auf breiter Front festerer Dollar. Am Markt war die Rede von einer Gegenbewegung, nachdem die US-Währung am Dienstag stark unter Druck gestanden hatte. Auslöser waren Bemerkungen des baldigen US-Präsidenten Donald Trump in einem Interview, wonach der Dollar für die amerikanische Wirtschaft "zu stark" sei. Der Dollar hatte daraufhin deutlich nachgegeben, am Mittwoch wurde aber ein Teil dieser Verluste aufgeholt.

Zum Franken zeigte sich der Euro am Mittwoch relativ stabil, gab jedoch verglichen mit dem Vorabendkurs etwas nach. Am späten Mittwoch-Nachmittag kostet der Euro 1,0710 CHF. Der US-Dollar verlor nach dem Mittag gegenüber dem Franken leicht. Er geht am Mittwoch-Nachmittag bei 1,0016 CHF um.

Impulse durch Konjunkturdaten blieben zur Wochenmitte grösstenteils aus. Dennoch nahmen Bankvolkswirte zur Kenntnis, dass sich die US-Notenbank Fed mit grossen Schritten ihrem Inflationsziel nähert. Der vom Fed weniger stark beachtete Preisindex CPI wies im Dezember eine Inflationsrate von 2,1 Prozent aus. Nach diesem Mass hat die Fed ihr Preisziel bereits erreicht.

Sie richtet sich aber mehr nach dem alternativen Preisindex PCE, der eine etwas geringere Inflation ausweist. Dennoch deutet der zunehmende Preisauftrieb nach Meinung von Analysten auf weitere Zinsanhebungen durch das Fed hin, was den Dollar zusätzlich stärken würde.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86833 (0,86790) GBP und 121,05 (121,10) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1214,75 (1216,05) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 576,00 (36 600,00) Euro.

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(AWP)