Devisen: Euro zum Dollar etwas tiefer - zum Franken kaum verändert

Der Kurs des Euro hat sich am Freitag im Schatten der Wahlen in Grossbritannien nur wenig verändert. Vielmehr als die Nachrichten von der Insel spielte die jüngste Sitzung der Europäischen Zentral vom Vortag am Markt eine Rolle. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1191 nach 1,1214 USD am Vorabend gehandelt.
09.06.2017 09:03

Gegenüber dem Schweizer Franken veränderte sich der Euro nur unwesentlich. Aktuell notiert er im Vergleich zum Donnerstagabend nahezu unverändert auf 1,0849 (1,0851) CHF. Der US-Dollar kostet derweil 0,9695 nach 0,9676 CHF.

Die ersten vorsichtigen Signale für eine straffere Geldpolitik im Euroraum, die von der EZB nach der Zinssitzung am Donnerstag gesendet worden waren, hatten nur vergleichsweise wenig Bewegung beim Euro ausgelöst. Am Markt werde allgemein erwartet, dass die EZB im September den Fahrplan zum Einstellen der Anleihekäufe geben wird, sagte Experte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. "Zinserhöhungen wird es aber schon deshalb erstmal nicht geben, weil EZB-Präsident Mario Draghi nochmals ausdrücklich klargestellt hat, dass zunächst die Anleihekäufe vollständig beendet sein müssen."

Dagegen hat das britische Pfund die Talfahrt nach dem Wahl-Desaster der regierenden Konservativen am Morgen weiter fortgesetzt, wenn auch mit einem deutlich geringeren Tempo als in der vergangenen Nacht. Zuletzt erreichte der Kurs bei 1,2686 US-Dollar den tiefsten Stand seit Mitte April. Seit der Veröffentlichung der ersten Hochrechnungen hat das Pfund mittlerweile mehr als zwei Prozent an Wert eingebüsst.

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(AWP)