Devisen: Euro zum Dollar im US-Handel kaum bewegt - Franken gibt leicht nach

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat sich am Mittwoch im US-Handel nur wenig bewegt. Nachdem die Gemeinschaftswährung eine Dreiviertelstunde nach dem Börsenstart an der Wall Street noch mit einem kräftigen Anstieg bis auf 1,1030 US-Dollar auf positive Konjunkturdaten aus der Eurozone reagiert hatte, fiel sie rasch wieder auf ihr vorheriges Niveau zurück. Zuletzt kostete ein Euro wieder 1,1017 Dollar, gleich viel wie am Morgen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1013 (Dienstag: 1,1035) Dollar festgesetzt.
20.07.2016 21:37

Derweil hat der Franken sowohl zum Euro als auch zum Dollar das am Nachmittag gewonnene Terrain wieder preisgegeben. Der Euro geht derzeit zu 1,0871 CHF um, nachdem er am späten Nachmittag an die Schwelle von 1,0850 CHF herangerückt ist. Der "Greenback" geht derweil zu 0,9867 CHF um. Auch er ist am Nachmittag zum Franken getaucht, und zwar unter die Schwelle von 0,9860 CHF.

Das Verbrauchervertrauen in den 19 Ländern der Eurozone hatte sich im Juli, trotz der Entscheidung Grossbritanniens aus der EU auszutreten, nicht so stark eingetrübt wie erwartet. Der entsprechende Indikator war im Juli um 0,7 Punkte auf minus 7,9 Punkte gefallen, während Volkswirte mit minus 8,0 Punkte gerechnet hatten. Deutlich stärker war der Rückgang jedoch in der EU insgesamt gewesen. Hier wird auch Grossbritannien noch mitberücksichtigt.

Die Marktteilnehmer warten nun auf die EZB-Sitzung am Donnerstag. Es wird allerdings zunächst noch nicht mit einer weiteren geldpolitischen Lockerung gerechnet. Gespannt sind die Marktteilnehmer jedoch, wie EZB-Präsident Mario Draghi die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Wirtschaft der Eurozone bewertet. Sollte er Hinweise auf erneute Schritte der Notenbank im weiteren Jahresverlauf geben, könnte dies den Eurokurs belasten.

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(AWP)