Devisen: Euro zum Dollar leicht gefallen - Etwas fester zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Donnerstag leicht gefallen. Im Mittagshandel kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1189 US-Dollar. Am Vormittag hatte er kurzzeitig noch knapp über 1,12 Dollar notiert. Zum Franken tendiert der Euro hingegen fester und kostet 1,0945 CHF verglichen mit 1,0923 CHF an Morgen. Auch der Dollar legt zum Franken leicht zu. Am Mittag wird er zu 0,9782 CHF nach 0,9757 CHF am Morgen gehandelt.
06.10.2016 13:14

Die Teuerung in der Schweiz ist im September 2016 im Vergleich zum Vormonat um 0,1% auf einen Stand von 100,2 Punkten gestiegen. Innert Jahresfrist betrug die Teuerung damit -0,2%. Die SNB dürfte sich über das heute veröffentlichte Zahlenmaterial nicht freuen, schreibt die VP Bank in einem Kommentar. Die wöchentlichen Sichteinlagen hätten zuletzt wieder deutlicher zugelegt und würden belegen, dass die Währungshüter verstärkt an den Devisenmärkten unterwegs waren. Wäre die Inflationsrate etwas merklicher gestiegen, hätte dies Druck von den Notenbankern genommen. Somit aber bleibt gemäss der VP Bank vorerst die Notwendigkeit den Franken nicht weiter aufwerten zu lassen.

Den Euro konnten heute robuste Signale von der deutschen Industrie nicht stützen. Die Auftragseingänge stiegen im August stärker als erwartet. Aus dem Inland und aus der Eurozone kamen mehr Bestellungen. Die Nachfrage aus dem Rest der Welt war dagegen schwächer als zuletzt.

Dem Devisenmarkt fehlt es laut Commerzbank derzeit an Impulsen. "Denn von Zentralbank-Seite kommt momentan wenig mehr als Gerüchte", schreibt Devisenexperte Ulrich Leuchtmann.

Im weiteren Tagesverlauf könnten Zahlen zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe in den USA für Bewegung am Devisenmarkt sorgen. "Anhaltend niedrige Anträge sowie geringere Massenentlassungen würden das Bild stützen, wonach sich der Arbeitsmarkt weiter auf den Zustand der Vollbeschäftigung zubewegt", schreibt Ralf Umlauf, Experte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Zudem wird sich EZB-Chefvolkswirt Peter Praet zu Wort melden.

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(AWP)