Devisen: Euro zum Dollar und Franken kaum verändert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Dienstag nach einem robusten Ifo-Geschäftsklima zum Dollar zwar zwischenzeitlich etwas zugelegt. Aktuell notiert die europäische Gemeinschaftswährung im Vorabendvergleich allerdings unwesentlich verändert bei 1,0880 nach 1,0884 USD.
25.10.2016 12:50

Das Währungspaar EUR/CHF wird unverändert bei 1,0819 gehandelt. Erste Widerstände nach oben sieht die ZKB in ihrer technischen Analyse bei 1,0835 und 1,0860. Zum Vorabend auch kaum verändert kostet der US-Dollar 0,9945 (0,9944) CHF. Nach wie vor bleibe das Paar in einer leichten Seitwärtsbewegung mit Ziel bei 0,9965, so die Kantonalbank. Erst ein Unterschreiten von 0,9860 dürfte den gegenwärtigen Trend zumindest vorübergehend beenden.

Das Ifo-Geschäftsklima für Deutschland ist im Oktober auf dem höchsten Stand seit zweieinhalb Jahren gestiegen. Der Zuwachs fiel zudem stärker aus als erwartet. Dabei beurteilen die Unternehmen sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Geschäftserwartungen günstiger als erwartet. Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft.

Auch die Sorgen vor langwierigen und harten Verhandlungen um einen Austritt Grossbritanniens aus der EU scheinen die Stimmung in den Unternehmen nicht weiter zu belasten, kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Seiner Einschätzung nach reiht sich der Ifo-Index in eine Reihe robuster Konjunkturindikatoren ein. Der Indikator deute darauf hin, dass die Dynamik des Aufschwungs im vierten Quartal nicht nachlassen werde. Die Kursgewinne für den Euro hielten sich jedoch in Grenzen. Zuletzt hatte der Dollar vor allem von gestiegenen Wahlaussichten von Hillary Clinton profitiert.

Der chinesische Yuan steht dagegen zunehmend unter Druck. Am Dienstag erreichte die Währung im für ausländische Investoren wichtigen sogenannten Offshore-Handel ein neues Rekordtief zum US-Dollar. Zwischenzeitlich kostete ein Dollar 6,7885 Yuan. Verantwortlich für die Yuan-Schwäche ist laut Händlern unter anderem die Erwartung steigender Leitzinsen in den USA. Die Entwicklung deutet nach Einschätzung der Devisenexperten der Commerzbank zudem darauf hin, dass trotz der Kontrollen immer noch Kapital aus China abfliesst.

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(AWP)