Devisen: Euro zum Dollar und Franken stabil

Der Euro zeigt sich am Freitag im weiteren Vormittagsverlauf gegenüber dem US-Dollar stabil. Dies, nachdem die Gemeinschaftswährung in der vergangenen Nacht zeitweise bis auf 1,0905 US-Dollar und damit auf ein neues Tief seit Mai 2017 gefallen war. Aktuell wird der Euro bei 1,0927 Dollar gehandelt und damit etwa auf dem gleichen Niveau wie am früheren Morgen.
27.09.2019 10:59

Auch gegenüber dem Schweizer Franken ist der Euro aktuell stabil. Derzeit geht er mit 1,0850 unwesentlich tiefer auf dem Niveau des früheren Freitagmorgens und Vorabends um. Der Dollar notiert derweil bei 0,9929 Franken.

Marktbeobachter sehen vor allem die Geldpolitik der EZB als eine wesentliche Ursache für die Euroschwäche. Im September hatte die Notenbank ihren geldpolitischen Kurs weiter verschärft und unter anderem die Neuauflage von Anleihekäufen angekündigt. Im Verlauf des Monats hatte der Wert des Euro mehrfach zweijährige Tiefststände erreicht.

Im weiteren Tagesverlauf dürften neue Konjunkturdaten für Impulse am Devisenmarkt sorgen. Auf dem Programm stehen am Vormittag Kennzahlen zur Stimmung in den Unternehmen der Eurozone und am Nachmittag zahlreiche Daten aus der US-Wirtschaft.

Bei den US-Daten richtet sich der Fokus vor allem auf die privaten Konsumausgaben. In diesem Zusammenhang wird auch der Preisindex PCI veröffentlicht, der von der US-Notenbank Fed stark beachtet wird und daher eine wichtige Rolle für die Geldpolitik spielt. Am Markt wird für die Kernrate mit einem Anstieg in Richtung der Zielmarke der Fed von zwei Prozent gerechnet.

Deutliche Kursverluste gab es hingegen beim britischen Pfund. Die britische Notenbank steuert nach Einschätzung des Ratsmitglieds Michael Saunders auf eine Zinssenkung zu. Die Bank of England müsse ihren Leitzins möglicherweise auch dann senken, wenn ein ungeregelter Austritt Grossbritanniens aus der EU vermieden werden könne, sagte Saunders am Freitag in einer Rede. Saunders' Positionierung unterscheiden sich von früheren Äusserungen. Er galt bislang als starker Befürworter einer straffen Geldpolitik.

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(AWP)