Devisen: Euro zum Dollar wieder etwas tiefer - zum Franken kaum verändert

Der Euro büsst zum US-Dollar im Vormittagsverlauf nach der moderaten Erholung am früheren Dienstagmorgen wieder etwas an Boden ein. Aktuell wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1733 USD gehandelt und damit etwa zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Am Montag war der Euro durch die gescheiterten Gespräche zur Regierungsbildung in Deutschland und solide US-Wirtschaftsdaten zeitweise belastet worden.
21.11.2017 10:29

Das Währungspaar EUR/CHF steht derweil nahezu unverändert bei 1,1651 CHF nach 1,1655 am Dienstagmorgen und 1,1652 CHF am Vorabend. Ein Dollar kostet aktuell 0,9932 nach 0,9922 CHF.

Die ungewohnte politische Unsicherheit in Deutschland nach dem Scheitern der Jamaika-Sondierungsgespräche kann den Euro nicht weiter unter Druck setzen. "So ungewohnt es auch für Deutschland sein mag, die Märkte zeigen sich unbeeindruckt von den Jamaika-Turbulenzen", kommentierten Experten der Commerzbank.

Im weiteren Handelsverlauf rechnen Marktbeobachter mit eher geringen Kursausschlägen beim Euro. Es stehen kaum Konjunkturdaten auf dem Programm, die für neue Impulse sorgen könnten. Erst am Nachmittag stehen Kennzahlen vom US-Immobilienmarkt auf dem Programm, die für etwas Bewegung sorgen könnten.

Starke Kursbewegung gibt es dagegen bei der türkischen Lira. Die jüngste Talfahrt der türkischen Währung hatte am Morgen nochmals Fahrt aufgenommen und der Wert erreichte ein neues Rekordtief. Zeitweise mussten für einen Euro 4,6747 Lira gezahlt werden und damit so viel wie noch nie.

Als Auslöser für die aktuelle Talfahrt gelten jüngste Äusserungen des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan. Erdogan hatte sich zum wiederholten Mal gegen höhere Leitzinsen in der Türkei ausgesprochen. Erdogan gilt schon länger als Kritiker hoher Zinsen zur Inflationsbekämpfung.

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(AWP)