Devisen: Euro zum Dollar wieder stärker - zum Franken kaum verändert

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag zwischenzeitliche Verluste wieder ausgeglichen und zugelegt. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,0572 USD und damit etwas mehr als am Vortag. Zuvor war der Euro im Tagesverlauf auf den tiefsten Stand seit März 2015 bei 1,0518 USD gefallen.
24.11.2016 13:37

Das Währungspaar EUR/CHF bewegt sich indes weiter in einem engeren Seitwärtsband. Am Donnerstagmittag wird der Euro zu 1,0740 nach 1,0732 CHF am Morgen gehandelt. Der Dollar nähert sich derweil im Vormittagsverlauf mit 1,0193 der Schwelle von 1,02 CHF. Danach schwächte er sich deutlich ab und notiert aktuell bei 1,0159 und damit unter dem Stand vom Morgen bei 1,0175 CHF.

Robuste Konjunkturdaten aus Deutschland und Frankreich stützten den Euro im Tagesverlauf etwas. Die Wahl des Republikaners Donald Trump zum neuen US-Präsidenten hat die deutschen Unternehmen offenbar nicht geschockt. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster konjunktureller Frühindikator, lag im November stabil bei 110,4 Punkten und damit weiter auf dem höchsten Niveau seit April 2014. In Frankreich bleibt die Stimmung der Unternehmen so gut wie zuletzt im Sommer 2011. Zur Geldpolitik wird sich gegen Abend der Chefvolkswirt der EZB, Peter Praet, äussern. In den USA herrscht wegen des Feiertags Thanksgiving Ruhe an den Märkten.

Deutliche Bewegung am Devisenmarkt gab es bei der indischen Rupie und der türkischen Lira. Die Währung Indiens fiel zum Dollar auf ein Rekordtief. Für einen Dollar mussten zeitweise bis zu 68,86 Rupien gezahlt werden. Die Lira legte zwischenzeitlich um ein Prozent zu, nachdem die türkische Notenbank ihren Leitzins überraschend und deutlich angehoben hatte. Insgesamt steht die Lira aber stark unter Druck. Vor der Notenbankentscheidung hatte die Währung am Donnerstag ein Rekordtief erreicht. Zwischenzeitlich kostete die Lira bis zu 3,4214 Lira je Dollar.

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(AWP)