Devisen: Eurokurs bleibt im US-Handel zum US-Dollar und Franken unter Druck

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat am Montag ebenso wie etliche andere Währungen gegenüber dem US-Dollar nachgegeben. Als Grund für den starken "Greenback" sahen Experten die gestiegenen Chancen von Hillary Clinton auf die US-Präsidentschaft, nachdem eine Mitteilung der US-Bundespolizei FBI die demokratische Kandidatin in der E-Mail-Affäre entlastet hatte. Im amerikanischen Handel kostet der Euro zuletzt 1,1045 Dollar und damit etwa so viel wie im späten europäischen Nachmittagsgeschäft.
07.11.2016 21:43

Zum Franken verlor der Euro bis zum späten Abend auf 1,0759 nach 1,0774 CHF am späten Nachmittag und 1,0800 CHF am Mittag. Der Dollar zum Franken geht derweil für 0,9739 CHF um nach 0,9760 CHF und 0,9755 CHF.

Am Sonntag hatte FBI-Chef James Comey dem US-Kongress in einem Brief mitgeteilt, dass eine Prüfung neu entdeckter E-Mails keine Hinweise auf ein kriminelles Verhalten von Clinton ergeben habe. Die am 28. Oktober von Comey angekündigte, neuerliche Untersuchung hatte Clinton zuletzt leichte Einbussen in den Umfragen eingebrockt und die Finanzmärkte deutlich unter Druck gesetzt. Bereits im Juli hatte die Behörde der Demokratin keinen bewussten Gesetzesverstoss mit dienstlichen E-Mails attestiert.

Nun geht Clinton als Favoritin in die Präsidentschaftswahl an diesem Dienstag. Aktuelle Umfragen zeigten sie landesweit aber nur knapp vorne. Die Devisenmärkte seien nicht für einen Sieg von Clintons republikanischem Konkurrenten Donald Trump positioniert, warnte indes ein Experte. Wenn es dazu komme, seien Panikverkäufe beim Dollar und eine Flucht in Währungen wie den Yen zu befürchten, der als "sicherer Hafen" gilt.

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(AWP)