Devisen: Eurokurs bleibt nach Konjunkturbericht der Fed etwas unter Druck

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist am Mittwoch im New Yorker Handel etwas unter Druck geblieben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1245 US-Dollar. Im europäischen Handel war der Kurs zuvor bis auf 1,1271 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1237 (Dienstag: 1,1159) Dollar festgesetzt.
07.09.2016 21:08

Etwas abgeschwächt hat sich derweil der Schweizer Franken: Während sich der Dollar mit 0,9694 CHF bis an die Marke von 0,97 herangetastet hat, ist der Euro über die Schwelle von 1,09 (aktuell: 1,0901 CHF) geklettert. Während des Tages hatte sich der Franken zu beiden Weltwährungen von der starken Seite gezeigt.

Schwache Daten aus der deutschen Industrie lasteten etwas auf dem Eurokurs. Die Produktion war im Juli so stark gefallen wie seit August 2014 nicht mehr. Volkswirte hatten hingegen einen leichten Anstieg erwartet. "Die Industrieproduktion schmiert im Juli regelrecht ab", sagte Chefökonom Thomas Gitzel. Auf den am Dienstag veröffentlichten mageren Auftragszuwachs folge ein "Absturz" der Produktion.

Trotz der schwachen Daten aus Deutschland verteidigte der Eurokurs einen grossen Teil seiner deutlichen Vortagesgewinne. Ein schwacher Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor hatte den Dollarkurs am Dienstag zu allen wichtigen Währungen auf Talfahrt geschickt. Die Zinserwartungen mit Blick auf die US-Notenbank (Fed) wurden mit den Daten merklich gedämpft.

Der im New Yorker Handel veröffentlichte Konjunkturbericht (Beige Book) der Fed lieferte derweil kaum Impulse. Die Wirtschaft in den USA war laut der Notenbank in den meisten Distrikten bei geringer Inflation zuletzt mässig bis moderat gewachsen.

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(AWP)