Devisen: Eurokurs bleibt nach Trumps Überraschungssieg unter Druck

NEW YORK (awp international) - Der Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen hat den Eurokurs am Mittwoch heftigen Turbulenzen ausgesetzt. Nach einem Anstieg bis auf 1,1300 US-Dollar drehte die Gemeinschaftswährung ins Minus. Im US-Handel kostet sie mit zuletzt 1,0939 Dollar ähnlich viel wie im späten europäischen Nachmittagsgeschäft.
09.11.2016 21:28

Zum Franken konnte der Euro seine anfänglichen Gewinne ebenfalls nicht halten und steht mit aktuell 1,0752 wieder tiefer als noch am Morgen. Ob die SNB am Markt interveniert hat, wollten die Währungshüter auf Nachfrage von AWP nicht kommentieren. Immerhin hatte der Franken in der Nacht auf Mittwoch zum US-Dollar zeitweise um mehr als 2% aufgewertet. Aktuell kostet der US-Dollar 0,9827 CHF und damit wieder deutlich mehr als am Morgen.

Die SNB hatte zu Wochenbeginn angekündigt, bei Verwerfungen im Zuge der Präsidentschaftswahlen am Devisenmarkt zu intervenieren - analog dazu, wie sie es bereits nach der Brexit-Abstimmung getan hatte.

Für die letztliche Dollarstärke gegenüber dem Euro und anderen Währungen "mag die versöhnlich klingende Rede Trumps nach der Wahl eine Rolle spielen", sagte Cyrus de la Rubia von der HSH Nordbank. Der Dollar bleibe jedoch angesichts der wachstumsfeindlichen Handelspolitik von Trump bis ins nächste Jahr hinein fragil. Schliesslich sei auch eine Verschiebung der für Dezember erwarteten Leitzinserhöhung durch die US-Notenbank wahrscheinlicher geworden.

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(AWP)