Devisen: Eurokurs bleibt nach US-Verbraucherpreisen unter Druck

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist am Dienstag unter der Marke von 1,10 US-Dollar geblieben. Im US-Handel kostete die Gemeinschaftswährung 1,0978 Dollar. Im frühen europäischen Handel hatte sie noch teils deutlich über der Marke von 1,10 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0993 (Montag: 1,0994) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9097 (0,9096) Euro.
18.10.2016 21:20

Der Schweizer Franken hat am Dienstagabend weiter leicht angezogen. Der US-Dollar hat sich dabei auf 0,9895 CHF von 0,9913 am späten Nachmittag verbilligt und der Euro auf 1,0871 von 1,0879 CHF.

Die in den USA im September merklich gestiegenen Verbraucherpreise gaben dem Dollar Auftrieb. Die Jahresinflationsrate war im September auf den höchsten Stand seit knapp zwei Jahren gestiegen. Die Rate war von 1,1 Prozent im Vormonat auf 1,5 Prozent geklettert. Allerdings war der Anstieg von Ökonomen so erwartet worden. Die Kerninflation, die Energie- und Lebensmittelpreise aussen vor lässt, war hingegen leicht zurückgegangen.

"Es wird aber deutlich, dass der dämpfende Effekt der Ölpreisrückgänge allmählich nachlässt", schrieb Volkswirt Ulrich Wortberg von der Landesbank Helaba. Dies werde vor allem zur Jahreswende der Fall sein, sollten die Ölnotierungen bis dahin nicht wieder deutlich fallen. "Die Inflationsentwicklung steht einer Leitzinserhöhung noch in diesem Jahr nicht entgegen", so Wortberg. Am Markt wird eine Leitzinsanhebung durch die US-Notenbank für den Dezember erwartet. Steigende Zinsen machen eine Währung für Anleger attraktiver.

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(AWP)