Devisen: Eurokurs bleibt über 1,11 US-Dollar - EUR/CHF weiter unter 1,08

Der Kurs des Euro hat sich am Dienstag im US-Handel über 1,11 US-Dollar gehalten. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1125 Dollar gehandelt. Im frühen europäischen Geschäft hatte der Kurs noch bei 1,1140 Dollar gestanden.
14.01.2020 21:21

Die Kursbewegungen hielten sich in vergleichsweise engen Grenzen, Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1115 (Montag: 1,1126) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8997 (0,8988) Euro.

Das Währungspaar EUR/CHF notierte am späten Dienstagabend mit 1,0766 weiterhin klar unter der Marke von 1,08 bzw. auf dem tiefsten Stand seit bald 3 Jahren. "Wichtig ist, dass die Marke von 1,0760 Franken hält. Sollte diese Unterstützung durchbrochen werden, hat das Währungspaar Luft nach unten bis 1,0720 Franken", sagte ein Devisenhändler dazu. Auch der Dollar verlor zum Franken und notierte zuletzt auf 0,9672 - im Tief war er am Abend bis auf 0,9665 Franken gefallen.

Daten zur Preisentwicklung in den USA konnten dem Handel EUR/USD keine neue Richtung geben. Im Dezember war die Inflation in der grössten Volkswirtschaft der Welt auf 2,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit etwa einem Jahr gestiegen. Nach Einschätzung des Experten Bernd Krampen von der NordLB ist unter anderem ein deutlicher Anstieg der Energiepreise für die höhere Inflation verantwortlich. In den Wintermonaten sei mit einem weiteren Anstieg der Teuerung zu rechnen, bevor sich die Inflation im Frühjahr wieder bis an die Zielmarke der US-Notenbank Fed von zwei Prozent abschwächen dürfte.

"Diese zu erwartenden Preistendenzen sollten zunächst unproblematisch für die US-Notenbanker sein", sagte Krampen. Darüber hinaus habe die amerikanische Notenbank die Bedeutung der aktuellen Konjunkturschwäche in den USA deutlich höher gehängt.

Kursgewinne verzeichnete dagegen der Yuan. Die Währung Chinas profitierte von der Entscheidung der US-Regierung, die Volksrepublik nicht mehr als Währungsmanipulator zu brandmarken. Für Auftrieb sorgten auch solide Aussenhandelsdaten aus China für den Monat Dezember. Zum US-Dollar stieg der Yuan auf den höchsten Stand seit vergangenen Sommer.

/la/he

(AWP)

 

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