Devisen: Eurokurs bleibt über 1,18 US-Dollar - EUR/CHF bei 1,1370

Der Euro hat im US-Handel am Freitag weiter von Inflationsdaten aus den USA profitiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1827 Dollar. Die Nordkorea-Krise spielte am Devisenmarkt nicht mehr die dominierende Rolle wie noch am Vortag.
11.08.2017 21:10

Entsprechend büsste auch der Franken wieder etwas an Wert ein zum Euro. Das Währungspaar EUR/CHF notierte am späten Abend bei rund 1,1370, nachdem der Kurs am Vormittag noch unter die 1,13er-Marke abgerutscht war. Zum US-Dollar bewegte sich der Franken per Saldo am Freitag kaum. Am Abend stand USD/CHF bei 0,9613, dies nach 0,9620 am Morgen.

War das Marktgeschehen am Donnerstag noch stark durch die politischen Spannungen zwischen den USA und Nordkorea geprägt, wurden die Devisenkurse vor dem Wochenende eher von amerikanischen Wirtschaftszahlen bestimmt. Neue US-Inflationsdaten zeichneten abermals das Bild eines ungewöhnlich schwachen Preisauftriebs. Dies spricht dafür, dass sich die amerikanische Notenbank Fed weiterhin Zeit auf ihrem eingeschlagenen Straffungskurs lassen kann. Der Dollar geriet mangels Aussicht auf raschere Leitzinsanhebungen unter Druck.

Die verbale Auseinandersetzung zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea spitzte sich unterdessen weiter zu. Dies sorgte zumindest zeitweise für Nervosität an den Finanzmärkten. Währungen wie der Schweizer Franken oder der japanische Yen, die von Anlegern als "sichere Häfen" angesehen werden, waren zunächst gefragt, fielen dann aber etwas zurück. Experten der Commerzbank bezweifelten, dass gerade Japan angesichts seiner Nachbarschaft zu Nordkorea als sicherer Hafen bezeichnet werden könne. Allerdings gehöre es zu den "alten Mustern" am Devisenmarkt, in unsicheren Zeiten den Yen zu kaufen.

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(AWP)