Devisen: Eurokurs bleibt unter 1,13 US-Dollar - Franken gibt nach

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist am Donnerstag im New Yorker Handel etwas unter Druck geblieben. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1258 US-Dollar. Zuvor hatte sie vorübergehend von der Zurückhaltung der Europäischen Zentralbank (EZB) profitiert und war auf ein Tageshoch von 1,1327 Dollar gestiegen. Die EZB setzte den Referenzkurs etwas später auf 1,1296 (Mittwoch: 1,1237) US-Dollar fest.
08.09.2016 21:06

Der Schweizer Franken bleibt sowohl zum Dollar als auch zum Euro unter Druck. Die Gemeinschaftswährung kostet bereits 1,0952 CHF nachdem der Euro vor den EZB-Aussagen nur knapp über der 1,09-Schwelle lag. Der Dollar rückte derweil von Kursen bei 0,9650 über 0,97 vor und steht aktuell bei 0,9729 CHF

Die Europäische Zentralbank hatte ihre Geldpolitik nicht weiter gelockert. Laut EZB-Präsident Mario Draghi habe man nicht einmal über eine Verlängerung des milliardenschweren Anleihekaufprogramms gesprochen. Eine weitere Lockerung hätte tendenziell den Eurokurs belastet. Allerdings hielt sich Draghi die Tür für weitere Massnahmen im Kampf gegen die niedrige Inflation offen. Der Eurokurs stieg daher nur kurzzeitig über 1,13 Dollar und gab seine Gewinne rasch wieder ab.

Es sei an den Märkten erwartet worden, dass die EZB ihre Geldpolitik nicht ändere, kommentierte Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der ING-Diba. "Nach den Aussagen von Draghi sind auch in den kommenden Monaten keine drastischen Veränderungen zu erwarten." Allerdings könnte es vor dem Jahresende noch zu "Anpassungen" beim Anleihekaufprogramm kommen.

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(AWP)