Devisen: Eurokurs bleibt unter 1,20 US-Dollar - Franken schwächer

Der Kurs des Euro ist am Dienstag im US-Handel unter 1,20 US-Dollar geblieben. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1967 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1933 (Montag: 1,1997) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8380 (0,8335) Euro gekostet.
12.09.2017 21:18

Der Franken hat sich am Abend zu den wichtigen Währungen abgeschwächt, der Euro überschritt dabei kurzzeitig sogar die zuletzt Anfang August erreichte Marke von 1,15 CHF. In New York notiert die europäische Einheitswährung am späten Abend bei 1,1498 CHF, nachdem sie am späten Nachmittag noch bei 1,1464 CHF gehandelt wurde. Der US-Dollar notiert mit 0,9609 CHF (Nachmittag 0,9589) zur Schweizer Währung ebenfalls fester.

In der Eurozone standen keine wichtigen Konjunkturdaten auf dem Programm. Marktbeobachter sprachen von einem impulsarmen Handel. Zuvor hatte ein Abflauen des Wirbelsturms "Irma" in den USA den Dollar gestützt; der Euro war am Montag im Gegenzug unter die Marke von 1,20 Dollar gefallen. Noch wird am Markt nach Einschätzung des Devisenexperten Wolfgang Kiener von der BayernLB verstärkt auf einen fallenden Dollar spekuliert. Sollte der Kurs des Dollar in den kommenden Handelstagen aber nicht sinken, dürfte sich das ändern. Nach Einschätzung des Experte Kiener könnte es dann zu einer Aufwertung der amerikanischen Währung kommen.

Deutliche Kursgewinne gab es hingegen beim britischen Pfund, das zu allen wichtigen Währungen zulegen konnte. Auslöser war eine vergleichsweise starke Inflation in Grossbritannien, die im August überraschend auf 2,9 Prozent gestiegen war und damit deutlich über das Inflationsziel der britischen Notenbank von zwei Prozent. Am Markt verstärkten sich die Spekulationen auf eine Zinsanhebung durch die Bank of England, was den Kurs des britischen Pfund nach oben trieb.

/la/stb

(AWP)