Devisen: Eurokurs bleibt unter Druck

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist im New Yorker Handel am Freitag unter Druck geblieben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1229 US-Dollar. Im frühen europäischen Handel hatte der Euro noch zeitweise bei 1,1285 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1268 (Donnerstag: 1,1296) Dollar fest.
09.09.2016 21:07

Zum Franken notiert die europäische Gemeinschaftswährung derzeit bei 1,0952 CHF nach Kursen von bis zu 1,0978 CHF im Tagesverlauf. Zum US-Dollar ist der Schweizer Franken dagegen am Freitag unter Druck geraten. Der "Greenback" liegt derzeit bei 0,9752 CHF nach 0,9719 CHF im frühen Geschäft. Zwischenzeitlich ist der Dollar-Franken-Kurs allerdings gar bis auf 0,9785 CHF geklettert.

Anleger sehen eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine Leitzinsanhebung in den USA noch in diesem Jahr. Der regionale Notenbankchef von Boston, Eric Rosengren, hatte sich gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Die US-Wirtschaft drohe ansonsten zu überhitzen, was eine umso raschere Zinsstraffung durch die US-Notenbank (Fed) erfordern könne. Dies wiederum würde das Wachstum belasten. Die Äusserungen von Rosengren sind beachtlich, weil er normalerweise einer lockeren Geldpolitik zuneigt.

Mittlerweile wird an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr die Zinsen anhebt, bei rund 60 Prozent gesehen. Die nächste Sitzung der Fed findet am 21. September statt. Ein höheres Zinsniveau macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt den Wechselkurs. Der Dollarkurs legte am Freitag zu allen wichtigen Währungen zu. Die Entscheidung der EZB vom Vortag, die Geldpolitik nicht weiter zu lockern, hatte den Eurokurs hingegen nur vorübergehend gestützt.

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(AWP)