Devisen: Eurokurs bleibt vor Frankreich-Stichwahl knapp unter 1,10 US-Dollar

Der Eurokurs hat sich am Freitag knapp unter der Marke von 1,10 US-Dollar behauptet. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung im Tagesverlauf denkbar knapp an die Schwelle heranpirschte, kam sie im New Yorker Handel wieder etwas zurück. Zuletzt wurden 1,0989 US-Dollar für einen Euro bezahlt, was unwesentlich mehr war als zur gleichen Zeit am Vortag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0961 (Donnerstag: 1,0927) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9123 Euro.
05.05.2017 21:16

Auch zum Schweizer Franken hat sich die US-Währung im Tagesverlauf wieder leicht abgeschwächt und notiert am Abend bei 0,9876 CHF (Nachmittag 0,9880), nachdem der Dollar zeitweise noch knapp über 99 Rappen notiert hatte. Der Euro/Franken-Kurs zeigt sich derweil stabil bei 1,0852 CHF (Nachmittag 1,0858).

Unterstützung erhielt der Euro nach wie vor von der Aussicht auf eine europafreundliche Präsidentschaft in Frankreich. Laut Umfragen führt der unabhängige Kandidat Emmanuel Macron deutlich vor seiner Gegenspielerin, der Rechtspopulistin Marine Le Pen. Für die Stichwahl an diesem Sonntag sehen Meinungsforscher einen Vorsprung für Macron von etwa zwanzig Prozentpunkten. Entsprechend gehen die Finanzmärkte von einer Niederlage der EU- und Euro-Gegnerin Le Pen aus.

Solide Daten vom US-Arbeitsmarkt konnten den US-Dollar zum Wochenausklang nicht beflügeln. Die Beschäftigung war deutlich gestiegen und die Arbeitslosigkeit auf einen zehnjährigen Tiefstand gefallen. Allerdings blieb die Lohnentwicklung etwas hinter den Erwartungen zurück. Auch wenn diese mitentscheidend für den geldpolitischen Kurs ist, werteten Volkswirte den Arbeitsmarktbericht als Zeichen dafür, dass die US-Notenbank Fed ihren Leitzins schon im Juni weiter anheben könnte.

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(AWP)