Devisen: Eurokurs deutlich gefallen - Auch zum Franken leicht im Minus

FRANKFURT (awp international) - Der Eurokurs ist am Freitag unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1213 US-Dollar. Am Morgen hatte der Euro noch zeitweise bei 1,1285 Dollar notiert.
09.09.2016 17:22

Auch zum Franken musste der Euro nach dem Mittag leichte Verluste einstecken. Er kostet am späten Freitag-Nachmittag 1,0953 CHF nach Kursen von zuvor teilweise über 1,0970 CHF. Der US-Dollar konnte dagegen auch zum Franken zulegen. Er geht am späten Nachmittag bei 0,9768 CHF um.

Anleger sehen eine gestiegene Wahrscheinlichkeit für eine baldige Leitzinsanhebung in den USA in diesem Jahr. Der regionale Notenbankchef von Boston, Eric Rosengren, hatte sich gegen eine zu lang anhaltende lockere Geldpolitik ausgesprochen. Die US-Wirtschaft drohe ansonsten zu überhitzen, was eine um so raschere Zinsstraffung durch die US-Notenbank (Fed) erfordern könne. Dies wiederum würde das Wachstum belasten. Die Äusserungen von Rosengren sind beachtlich, weil er normalerweise einer lockeren Geldpolitik zuneigt.

Mittlerweile wird an den Finanzmärkten die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank noch in diesem Jahr die Zinsen anhebt, bei rund 60% gesehen. Die nächste Sitzung der Fed findet am 21. September statt. Ein höheres Zinsniveau macht eine Währung für Anleger attraktiver und stützt den Wechselkurs. Der Dollarkurs legte am Freitag zu allen wichtigen Währungen zu. Die Entscheidung der EZB vom Vortag, die Geldpolitik nicht weiter zu lockern, hatte den Eurokurs hingegen nur vorübergehend gestützt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84558 (0,84560) GBP und 115,85 (114,80) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1'330,85 (1'343,40) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37'400,00 (37'790,00) Euro.

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(AWP)