Devisen: Eurokurs deutlich gefallen - Dollar zum Franken auf dem Vormarsch

Der Eurokurs ist am Dienstag nach Aussagen der US-Notenbankvorsitzenden Janet Yellen unter Druck geraten. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0577 USD. Am Mittag war der Euro noch zeitweise bis auf 1,0633 USD gestiegen.
14.02.2017 17:23

Auch zum Franken konnte der US-Dollar zulegen und kletterte bis auf 1,0085 CHF. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Mitte Januar. Zuletzt stand der Kurs bei 1,0070 CHF. Gegenüber dem Franken konnte der Euro die Verluste in Grenzen halten. Die Gemeinschaftswährung geht am Dienstagnachmittag bei 1,0651 CHF um.

Yellen hatte erneut weitere Leitzinsanhebungen in Aussicht gestellt. Falls die Wirtschaft wie erwartet auf Kurs bleibe, seien weitere Leitzinserhöhungen "wahrscheinlich angemessen", sagte sie vor dem Bankenausschuss des US-Senats. Der US-Dollar legte zu allen wichtigen Währungen zu, auch wenn die Aussagen nicht wirklich neu waren.

Yellen machte keine konkreten Aussagen zur Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump. Es sei noch zu früh, um sich ein Bild von den wirtschaftspolitischen Neuerungen zu machen, sagte sie. Die Haushaltspolitik der Regierung könnte jedoch den wirtschaftlichen Ausblick ändern.

Enttäuschende Konjunkturdaten aus der Eurozone hatten am Vormittag den Euro nicht belastet. So war das Wirtschaftswachstum im Währungsraum im vierten Quartal 2016 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Zudem war die Industrieproduktion im Dezember in der Eurozone stärker gefallen als erwartet. Ökonomen erwarten jedoch trotz politischer Risiken ein fortgesetztes Wirtschaftswachstum in der Eurozone.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85098 (0,84890) GBP und 120,43 (120,90) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1230,75 (1222,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 37 280,00 (37 168,00) Euro.

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(AWP)