Devisen: Eurokurs erholt sich etwas

Der Kurs des Euro hat sich am Mittwoch ein Stück weit von seinen jüngsten Verlusten erholt. Im New Yorker Handel stieg die Gemeinschaftswährung auf zuletzt 1,1164 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Euro-Referenzkurs auf 1,1147 (Dienstag: 1,1156) Dollar festgesetzt.
21.06.2017 21:15

Auch der Franken hat zum Dollar an Wert gewonnen. Der "Greenback" kostet derzeit noch 0,9727 CHF nach Kursen von um die 0,9750 CHF am späten Nachmittag. Der Euro geht derweil wenig verändert mit 1,0859 CHF um.

Der Handel zwischen Euro und Dollar verlief mangels entscheidender Impulse unspektakulär. Das britische Pfund schwankte indes deutlich. Auslöser waren Äusserungen aus den Reihen der britischen Notenbank. Chefvolkswirt Andy Haldane sagte, aus seiner Sicht sei eine geldpolitische Straffung in der zweiten Jahreshälfte durchaus denkbar. Diese Einschätzung steht im scharfen Gegensatz zu Äusserungen seines Chefs. Notenbankgouverneur Mark Carney hatte am Dienstag erklärt, es sei nicht die Zeit für eine Zinsanhebung.

Grund des Richtungsstreits im geldpolitischen Ausschuss der Bank of England ist im weitesten Sinne der Brexit. Seitdem sich die Briten vor etwa einem Jahr für eine Zukunft ausserhalb der EU entschieden haben, hat die Landeswährung Pfund stark an Wert verloren. Importierte Waren und Dienstleistungen sind deshalb deutlich teurer geworden, was die Inflation anheizt. Das spricht für Zinsanhebungen. Allerdings mindert die hohe Inflation auch die Kaufkraft der britischen Verbraucher und damit die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsaussichten. Das wiederum lässt eine anhaltend lockere Geldpolitik erwarten.

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(AWP)