Devisen: Eurokurs erholt sich im New Yorker Handel - zum Franken über 1,09 CHF

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat am Freitag zum US-Dollar aber auch zum Franken eine Berg- und Talfahrt hingelegt. Auslöser waren neuerliche Sorgen über die Stabilität der europäischen Banken, allen voran der Deutschen Bank. Die Gemeinschaftswährung fiel daraufhin bis auf fast 1,1150 US-Dollar, bevor es am Abend auf zuletzt 1,1238 Dollar nach oben ging. Der als "sicherer Hafen" geltende Franken war im Gegenzug am Vormittag deutlich stärker geworden, in der zweiten Tageshälfte hat er sich aber zum Euro um gut einen Rappen abgeschwächt.
30.09.2016 21:54

Im New Yorker Handel kostete der Euro bereits 1,0916 CHF, nachdem er am späten Vormittag auf einem Tagestief von 1,0811 notiert hatte. Etwas weniger markant hat sich der Franken zum US-Dollar abgeschwächt, dieser notiert aber mit 0,9713 CHF wieder klar über 97 Rappen. Das Tagestief hatte am Freitag bei 0,9647 Rappen gelegen. Die Kursgewinne um die Mittagszeit hatten Spekulationen über Markteingriffe der Schweizerischen Nationalbank (SNB) geführt.

Insgesamt hatten die Anleger am Nachmittag mitteleuropäischer Zeit aber auch erleichtert auf einen Medienbericht reagiert, demzufolge die stark gebeutelte Deutsche Bank möglicherweise kurz vor einer Einigung mit der US-Justiz auf eine Strafzahlung in Höhe von 5,4 Milliarden US-Dollar für umstrittene Hypothekengeschäfte steht. Das wäre deutlich weniger als bislang befürchtet.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1161 (Donnerstag: 1,1221) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8960 (0,8912) Euro.

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(AWP)