Devisen: Eurokurs fällt - Trump-Steuerpläne und Yellen-Aussagen belasten

Der Euro hat am Mittwoch seine Kursverluste seit Beginn der Woche fortgesetzt. Händler nannten als Grund einen Mix aus Spekulationen auf eine US-Steuerreform und eine weitere Zinserhöhung durch die amerikanische Notenbank. Im New Yorker Handel kostete die Gemeinschaftswährung zuletzt 1,1752 US-Dollar, nachdem sie im europäischen Nachmittagsgeschäft sogar bis auf 1,1717 US-Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1741 (Dienstag: 1,1787) Dollar festgesetzt.
27.09.2017 21:06

Auch der Schweizer Franken hat sich zum Dollar von den Tiefstkursen etwas abgesetzt. Der US-Dollar kann sich allerdings über der Marke von 0,97 halten und kostet derzeit 0,9713 CHF. Der Euro geht derweil zu 1,1420 CHF um nach Kursen von um die 1,1450 CHF um die Mittagsstunden.

Der "Greenback" konnte zu allen wichtigen Währungen der Welt zulegen. Einmal mehr richtet sich das Interesse auf eine von US-Präsident Donald Trump grossspurig angekündigte Steuerreform. Details dazu werden noch an diesem Mittwochabend mitteleuropäischer Zeit erwartet.

Spekulationen auf eine weitere Zinserhöhung in den USA sorgte für zusätzlichen Auftrieb beim Dollar und setzte im Gegenzug den Euro weiter unter Druck. Jüngste Äusserungen der Vorsitzenden der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, deuten auf einen Zinsschritt im Dezember hin. Trotz einer vergleichsweise niedrigen Inflation wolle die Fed ihre Zinserhöhungen "eisern fortsetzen", kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. "In dubio pro Zinserhöhung scheint ihr Motto zu sein."

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(AWP)