Devisen: Eurokurs fällt unter 1,18 US-Dollar - Auch zum Franken tiefer

Der Eurokurs ist am Montag unter 1,18 US-Dollar gefallen. Zuletzt wurde die von der weiteren Entwicklung im Katalonien-Konflikt geschwächte Gemeinschaftswährung bei 1,1798 Dollar gehandelt.
16.10.2017 17:06

Auch gegenüber dem Schweizer Franken gab der Euro zum Wochenstart etwas nach. Am späten Montag-Nachmittag geht der Euro bei 1,1506 CHF um. Der US-Dollar kostet am späten Nachmittag 0,9755 CHF, das ist zum Morgen praktisch unverändert.

Die spanische Regierung hatte sich enttäuscht über die Erklärung des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont gezeigt und eine zweite Frist bis Donnerstag gesetzt. Bis dahin soll die Regionalregierung klären, ob sie von ihren Unabhängigkeitsbestrebungen abrückt. Zuvor hatte Puigdemont in einem Brief an Ministerpräsident Mariano Rajoy ausweichend auf die mit einem Ultimatum verbundene Frage geantwortet, ob er nun in der vergangenen Woche die Unabhängigkeit von Katalonien erklärt hat oder nicht.

Am Mittag sorgte eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg für etwas Auftrieb, konnte aber das Stimmungsbild nicht umkehren. Laut dem Bericht sehen einige EZB-Währungshüter nur noch einen sehr begrenzten Spielraum für eine Fortsetzung des Wertpapierkaufprogramms. Im kommenden Jahr seien insgesamt nur noch Papiere im Volumen von rund 200 Milliarden Euro verfügbar, hiess es unter Berufung auf mit der Sache vertraute EZB-Vertreter.

Die Stimmung in der Industrie im US-Bundesstaat New York hatte sich der dortigen regionalen Notenbank zufolge im Oktober zwar überraschend stark aufgehellt und den entsprechenden Indikator auf den höchsten Stand seit September 2014 steigen lassen. Dem Dollarkurs und damit auch dem Euro gab dies jedoch keine deutlichen Impulse.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88753 (0,88980) GBP und 131,99 (132,49) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1303,30 (1299,60) Dollar gefixt.

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(AWP)