Devisen: Eurokurs fällt wieder unter 1,16 Dollar und 1,13 Franken

Der Euro hat am Dienstag im Vormittagsverlauf gegenüber US-Dollar und Franken anfängliche Kursgewinne wieder abgegeben. Am Mittag wird die Gemeinschaftswährung bei 1,1583 US-Dollar gehandelt und damit etwas unter dem Niveau vom Vorabend. Zwischenzeitlich war der Kurs bis auf 1,1644 Dollar geklettert.
11.09.2018 13:36

Auch gegenüber dem Schweizer Franke büsst der Euro nach Gewinnen am Vorabend Boden ein und notiert mit 1,1282 Franken wieder unter der Marke von 1,13. Der Dollar bewegt sich gegenüber dem Franken derweil in einer engen Bandbreite. Derzeit kostet er kaum verändert 0,9741 Franken.

Laut Händlern haben eine breitangelegte Dollar-Schwäche sowie positive Signale zum Brexit-Prozess und zum italienischen Staatshaushalt dem Euro zunächst Auftrieb gegeben. Der Effekt verpuffte aber seit dem Vormittag, was auf Hinweise auf eine weitere Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China zurückgeführt wird. Laut einem Medienbericht will China die Welthandelsorganisation WTO um Erlaubnis bitten, Handelssanktionen gegen die USA einzuführen.

In diesem Umfeld können auch überraschend gute Konjunkturerwartungen dem Euro keinen Auftrieb geben. Der vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobene Konjunkturindikator ist trotz der Währungskrisen in wichtigen Schwellenländern und enttäuschender Daten aus der deutschen Industrie überraschend stark gestiegen.

Die "erheblichen Befürchtungen" der befragten Finanzexperten hinsichtlich der Konjunkturentwicklung hätten sich wieder etwas beruhigt, kommentiert ZEW-Präsident Achim Wambach. Seiner Einschätzung nach ist dies auch auf das neue Handelsabkommen zwischen den USA und Mexiko zurückzuführen.

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(AWP)