Devisen: Eurokurs fällt wieder unter 1,20 Dollar

Der Euro ist am Dienstag im US-Handel wieder unter die Marke von 1,20 US-Dollar gefallen. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1994 Dollar. Zuvor war sie in der Spitze mit 1,2070 Dollar auf den höchsten Stand seit Anfang 2015 geklettert. "Nach dem sehr starken Anstieg in den vergangenen Tagen sind Gewinnmitnahmen sicher keine Überraschung", sagte ein Händler angesichts des Rückfalls unter 1,20 Dollar.
29.08.2017 21:20

Dagegen stieg der Euro gegenüber dem Schweizer Franken wieder über 1,14 CHF. Aktuell wird er bei 1,1440 CHF gehandelt nach 1,1386 am Nachmittag. Der US-Dollar notiert derweil höher bei 0,9538 nach zuvor 0,9473 CHF. Zwischenzeitlich fiel er auf 0,9430 CHF und damit auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Auslöser für den jüngsten Anstieg der gemeinschaftlichen Währung waren die neuerlichen Raketentests Nordkoreas und die Sturmflut im US-Bundesstaat Texas gewesen. Nordkorea hatte erneut eine Rakete abgeschossen, die dieses Mal ohne vorherige Information über Japan flog. Ein Regierungssprecher in Tokio sprach von einer beispiellos ernsten und schweren Bedrohung. US-Präsident Donald Trump hat den jüngsten Raketentest durch Nordkorea scharf verurteilt und das Regime in Pjöngjang gewarnt.

Zudem hat die Europäische Zentralbank bisher keine Anstalten gemacht, den Steigflug des Euros zu bremsen. So hatte sich EZB-Präsident Mario Draghi vor dem Wochenende auf einer Notenbankkonferenz in den USA nicht zum Wechselkurs geäussert.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2048 (Montag: 1,1925) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8300 (0,8386) Euro.

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(AWP)