Devisen: Eurokurs fällt auf 14-Jahrestief - unter 1,07 CHF

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs ist am Dienstag zwischenzeitlich auf den niedrigsten Stand seit 14 Jahren gefallen. Im europäischen Nachmittagshandel erreichte die Gemeinschaftswährung mit 1,0352 US-Dollar den niedrigsten Stand seit Anfang 2003, erholte sich dann aber wieder leicht. Zuletzt wurden im New Yorker Handel wieder 1,0388 Dollar gezahlt.
20.12.2016 21:03

Zum Franken notiert der Euro am Abend mit 1,0686 CHF kaum verändert weiterhin unterhalb der Marke von 1,07. Der US-Dollar stieg im Tagesverlauf zeitweise deutlich über 1,03 CHF, wurde aber zuletzt mit 1,0286 CHF wieder etwas tiefer gehandelt.

Auslöser war abermals die Stärke der US-Währung, die seit Wochen in erster Linie von der Aussicht auf eine lockere Finanzpolitik unter dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump profitiert. Am Devisenmarkt verspricht man sich ein stärkeres Wirtschaftswachstum und eine höhere Inflation und folglich Spielraum für weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank. Weil die Zinsen am US-Kapitalmarkt bereits jetzt nach oben gehen, steigt auch der Dollarkurs.

Zusätzlichen Auftrieb erhielt der Dollarkurs zuletzt auch durch Äusserungen von US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen. Bereits am Montagabend hatte sie sich optimistisch zum amerikanischen Arbeitsmarkt geäussert. Es sei der "stärkste seit fast einem Jahrzehnt". Obwohl wesentliche Aussagen zur Geldpolitik ausblieben, wurden die Äusserungen als Indiz für einen strafferen geldpolitischen Kurs interpretiert. Der Dollar wertete deswegen weiter auf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,0364 (Montag: 1,0422) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9649 (0,9595) Euro.

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(AWP)