Devisen: Eurokurs fällt nach starken US-Daten

Der Eurokurs hat am Mittwoch seine Vortagesgewinne teilweise wieder abgegeben. Am späten Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,0760 US-Dollar gehandelt. Mittags war der Eurokurs noch zeitweise über 1,08 Dollar gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,0790 (Dienstag: 1,0755) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9268 (0,9298) Euro.
01.02.2017 17:18

Der Franken hat am Nachmittag etwas nachgegeben, zum Euro etwas weniger als zum US-Dollar. Letzterer wird aktuell zu 0,9932 CHF gehandelt, nach 0,9911 am Mittag. Der Euro hat sich auf 1,0679 von 1,0674 CHF verteuert.

Sehr starke Daten vom US-Arbeitsmarkt beflügelten am Nachmittag den Dollar. Im Januar war die Zahl der Beschäftigten im Privatsektor um 246 000 gestiegen. Dies geht aus Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP hervor. Volkswirte hatten nur mit einem Zuwachs von 168 000 Stellen gerechnet. Zudem war der viel beachtete Einkaufsmanagerindex ISM im Januar auf den höchsten Stand seit Ende 2014 gestiegen. Der ISM ist ein Indikator für die US-Konjunktur.

Am Vortag hatte der Euro noch um rund einen Cent zugelegt, nachdem der Berater des US-Präsidenten für handelspolitische Fragen, Peter Navarro, den Euro als "grob unterbewertet" bezeichnet hatte. Deutschland erschleiche sich dadurch "unfaire Handelsvorteile". Zudem warf Donald Trump China und Japan vor, ihre Währungen zu manipulieren. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Japans Regierungschef Shinzo Abe wiesen die Vorwürfe zurück.

Am Abend steht zudem die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed an. Experten rechnen mit keiner Veränderung des Leitzinses. "Die Fed hat keinen Anlass, dem Markt irgendetwas anderes zu signalisieren, als das, was sie ihm seit Dezember vermittelt", schreibt Antje Praefcke, Expertin bei der Commerzbank. Demnach ist die Wirtschaft auf Wachstumskurs, die Geldpolitik wird allmählich normalisiert, aber zunächst ist abzuwarten, wie die künftige US-Fiskalpolitik aussieht.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85418 (0,86105) britische Pfund, 122,25 (121,94) japanische Yen und 1,0680 (1,0668) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1203,65 (1212,80) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 36 112,00 (36 058,00) Euro./jsl/jkr/he

(AWP)