Devisen: Eurokurs gefallen - Robuste US-Arbeitsmarktdaten beflügeln Dollar

Der Kurs des Euro ist am Dienstag nach robusten US-Daten merklich unter Druck geraten. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1745 US-Dollar. Am Mittag hatte der Euro noch über 1,18 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1814 (Montag: 1,1797) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8465 (0,8477) Euro.
08.08.2017 17:03

Der Franken bewegt sich zu den beiden Leitwährungen uneinheitlich. Während sich der US-Dollar am späten Nachmittag auf 0,9760 CHF von 0,9716 am Mittag verteuert hat, ist der Euro auf 1,1458 von 1,1477 CHF zurückgefallen, nachdem er in der Zwischenzeit vorübergehend gar wieder kurz über die Marke von 1,15 CHF gesprungen ist.

Starke Zahlen vom US-Arbeitsmarkt beflügelten den Dollarkurs. Die Zahl der offenen Stellen in den USA war im Juni deutlicher gestiegen als erwartet. Mit 6,2 Millionen wurde ein Rekordstand erreicht. Bereits am Freitag hatte der grosse monatliche US-Arbeitsmarktbericht positiv überrascht und den Dollarkurs gestützt.

Überraschend schwache Exportdaten aus Deutschland und Frankreich hatten den Eurokurs am Vormittag nicht belastet. Im Juni waren die deutschen Ausfuhren im Monatsvergleich um 2,8 Prozent gefallen, während Volkswirte hingegen einen weiteren Anstieg erwartet hatten. Auch in Frankreich waren im Juni die Exporte gesunken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90678 (0,90435) britische Pfund, 130,31 (130,78) japanische Yen und 1,1478 (1,1480) Schweizer Franken fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1261,80 (1258,00) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete unverändert 34 357,00 (34 377,00) Euro./jsl/bgf/he

(AWP)