Devisen: Eurokurs gerät erneut unter Druck

Der Kurs des Euro ist am Montag erneut unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Vormittag zu 1,1765 US-Dollar gehandelt. Am Morgen hatte sie noch bei 1,18 Dollar notiert.
10.08.2020 11:05

Zum Schweizer Franken notierte die US-Währung mit 0,9156 und damit ebenfalls etwas fester als im frühen Handel. Das Euro-Franken-Paar hat sich derweil mit 1,0773 sei dem frühen Morgen kaum bewegt.

Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, bestehende Hilfsmassnahmen in der Corona-Krise per Erlass zu verlängern, hätten den Dollar gestützt, schreibt Commerzbank-Devisenexpertin Thu Lan Nguyen.

Auch wenn die Hilfen teilweise weniger grosszügig ausfallen als zuvor, sei ein abrupter Stopp der fiskalischen Unterstützung verhindert worden. "Ein bisschen Stimulus ist eben besser als gar keiner", so Nguyen. "Zumindest scheint der Markt dies so zu sehen, weshalb der US-Dollar moderat stärker handelt."

Der Euro knüpfte damit an seine Verluste vom Freitag an, als er um rund einen Cent gefallen war. In den USA hatte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt Juli nach dem Corona-Einbruch weiter erholt. Dies hatte dem Dollar Auftrieb gegeben. /jsl/jkr/mis/ra/kw

(AWP)