Devisen: Eurokurs gibt etwas nach - Zum Franken stabil

Der Eurokurs hat am Freitag infolge gesunkener Inflationsraten nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wird am Mittag mit 1,0682 US-Dollar gehandelt. Vor der Veröffentlichung von Preisdaten aus der Eurozone war er noch bis auf 1,0697 Dollar gestiegen.
31.03.2017 13:23

Zum Franken hält sich der Euro bis Freitagmittag stabil. Er kostet am Mittag 1,0691 CHF. Die Devisenexperten von Morgan Stanley rechnen aber weiterhin mit einer Abwärtsbewegung beim EUR/CHF-Paar. Dies begründen sie unter anderen mit einer möglichen Wahl von Marine le Pen bei der französischen Präsidentschaftswahl. Auch der US-Dollar bewegt sich am Freitag gegenüber dem Franken kaum und hält sich bei 1,0007 CHF knapp über Parität.

Die Inflationsrate im Euroraum ist im März wieder deutlich unter den Zielwert der Europäischen Zentralbank (EZB) von knapp 2% gefallen. Die Verbraucherpreise sind um 1,5% zum Vorjahresmonat gestiegen. Volkswirte hatten mit einer Rate von 1,8% gerechnet.

Die von einigen Beobachtern zuletzt geschürten Zinserhöhungsspekulationen haben somit einen Dämpfer erhalten. Dies belastet den Euro. Vor allem der Rückgang der Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, spricht laut Ökonomen gegen eine Abkehr von der sehr lockeren Geldpolitik. Zudem hatten zuletzt EZB-Vertreter deutlich gemacht, dass keine baldige Trendwende in der Geldpolitik zu erwarten sei.

Deutlich unter Druck geriet in der Nacht der südafrikanische Rand. Südafrikas Präsident Jacob Zuma hat den international angesehenen Finanzminister Pravin Gordhan entlassen. Gordhan galt bei vielen Investoren als Garant der Stabilität für die Wirtschaft des Landes. Im Vormittagshandel erholte sich der Rand ein wenig von seinen Verlusten.

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(AWP)