Devisen: Eurokurs gibt Gewinne wieder ab - Schweizer Franken steigt

Der Euro hat sich am Donnerstag wenig verändert. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1287 US-Dollar. Er notierte auf dem Niveau aus dem frühen Handel.
13.06.2019 13:26

Gegenüber dem Franken hat der Euro indes zuletzt wieder nachgegeben. Im Anschluss an die Kommentare der SNB zur Entwicklung der Inflation und zu den weiter gestiegenen Risiken für die Weltwirtschaft schwächte sich der Euro vorerst auf 1,1218 ab, später gar auf 1,1209. Am Morgen hatte er noch bei 1,1238 gestanden. Die SNB bekräftigte ihre Ansicht, dass der Franken zu hoch bewertet sei. Die Leitzinsen liess die SNB übrigens wie erwartet unverändert.

Der US-Dollar steht derzeit stabil bei 0,9929, allerdings klar unter dem Niveau vom Vorabend. Der Franken hat also insgesamt und entgegen der Absichten der SNB weiter aufgewertet.

Ein bestimmendes Thema bleibt die Spekulation auf Zinssenkungen durch die US-Notenbank Fed. Für die Sitzung in der kommenden Woche wird ein Zinsschritt aber noch nicht erwartet. Gründe für die Spekulation sind die hohe Unsicherheit wegen der von den USA ausgehenden Handelskonflikte und fallende Inflationserwartungen in und ausserhalb der USA. Einige Ökonomen zeichnen eine Parallele zu den Jahren 1997/98, als die Fed zu Beginn der Asienkrise prophylaktisch ihre Zinsen senkte.

Zugelegt hat der Schweizer Franken. Die Schweizerische Nationalbank SNB beliess ihre grundsätzliche geldpolitische Ausrichtung zwar unverändert, verwies aber weiterhin auf den aus ihrer Sicht hoch bewerteten Franken. Zudem ersetzte sie ihr bisheriges Libor-Zielband durch einen neuen Leitzins. Sie begründete diese Entscheidung mit der fragwürdigen Zukunft des britischen Referenzzinssatzes.

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(AWP)