Devisen: Eurokurs gibt Gewinne wieder ab - Türkische Lira unter Druck

Der Eurokurs hat am Freitag nach anfänglichen Gewinnen ins Minus gedreht. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1769 US-Dollar. Zwischenzeitlich hatte der Euro mit 1,1803 Dollar den höchsten Stand seit Mitte Juni erreicht.
21.09.2018 13:46

Derweil hat der Schweizer Franken sowohl zum Euro als auch zum US-Dollar an Wert gewonnen. Für den seit Wochen schwächelnden US-Dollar ging es unterhalb der Marke von 0,96 Franken weiter bis auf derzeit 0,9558 Franken nach unten. Und gleichzeitig verlor das Euro-Franken-Paar die Marke von 1,13 aus den Augen und rutschte bis auf derzeit 1,1249 Franken ab.

Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone belasteten den Euro. Dabei hat die enttäuschende Industrieentwicklung den von Markit erhobenen Einkaufsmanagerindex insgesamt gedrückt. "Die Probleme in den Schwellenländern und die ungelösten Handelskonflikte hinterlassen immer tiefere Bremsspuren in der Industrie", kommentierte Christoph Weil, Volkswirt bei der Commerzbank. Die robusten Daten aus dem Dienstleistungssektor gäben jedoch Hoffnung, dass die Wirtschaft in der Eurozone trotz der Schwäche in der Industrie weiterhin ordentlich wachse.

Unter Druck stand erneut die türkische Lira. Gegenüber allen wichtigen Währungen gab die Lira nach. Am Markt wurde als Begründung die Enttäuschung über die wirtschaftspolitischen Vorstellungen von Finanzminister Berat Albayrak genannt, die er am Donnerstag dargelegt hatte. Analysten der Commerzbank monierten fehlende Details. Zumindest sei positiv zu werten, dass der Finanzminister Handlungsbedarf erkannt habe.

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(AWP)