Devisen: Eurokurs gibt nach - Dollar auch zum Franken stärker

Der Kurs des Euro ist am Donnerstag zum US-Dollar etwas zurückgefallen. Am Nachmittag rutschte die Gemeinschaftswährung bis auf ein Tagestief bei 1,1671 US-Dollar. Zuletzt konnte sich der Euro wieder leicht auf 1,1676 Dollar erholen, nachdem er am frühen Morgen noch deutlich über 1,17 Dollar gehandelt worden war.
27.09.2018 17:53

Auch zum Schweizer Franken macht der Dollar kräftig an Terrain gut. Im Verlauf des Tages kletterte der "Greenback" über die Schwelle von 0,97 Franken und rückte bis am Nachmittag gar auf 0,9758 Franken vor. Auch der Euro zieht zur Schweizer Währung an und kletterte erstmals seit Ende August gar kurz über die Marke von 1,14 Franken. Aktuell kostet der Euro 1,1394 Franken.

Am Nachmittag sorgte eine breitangelegte Dollar-Stärke nach überraschend starken US-Konjunkturdaten für Druck beim Euro und beim Schweizer Franken. Die Bewegung löste unter anderem die Nachricht aus, dass US-Unternehmen im August deutlich mehr neue Aufträge eingesammelt hatten als erwartet. Ausserdem war bestätigt geworden, dass die amerikanische Wirtschaft in den Monaten April bis Juni so stark gewachsen war wie seit fast vier Jahren nicht mehr.

Allerdings war der Euro bereits am Morgen unter Druck geraten. Händler nannten als Ursache neue Querelen um die Planungen für den italienischen Staatshaushalt 2019. Medienberichten zufolge streben die populistischen Regierungsparteien Lega und Fünf Sterne hohe Ausgaben an. Laut der Tageszeitung "Corriere della Sera" hat man sich auf ein Defizit von 2,4 Prozent geeinigt - und damit auf ein höheres Minus als es Finanzminister Giovanni Tria laut Berichten für hinnehmbar hält. Zuletzt war noch gemeldet worden, dass Tria beim Fehlbetrag im Staatshaushalt unter zwei Prozent bleiben wolle.

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(AWP)