Devisen: Eurokurs gibt weiter nach - Helaba: Anstieg 'überzogen'

Der Eurokurs hat am Mittwoch im US-Handel weiter nachgegeben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung noch 1,1895 US-Dollar. Am Dienstag hatte der Euro mit 1,2070 Dollar noch einen zweieinhalbjährigen Höchststand erreicht.
30.08.2017 21:21

Gegenüber dem Schweizer Franken gewann der Euro an Wert. Am Abend kostet die Gemeinschaftswährung 1,1467 CHF nach 1,1431 am Nachmittag. Auch der US-Dollar legte zum Franken etwas zu. Er geht aktuell bei 0,9641 nach zuvor 0,9593 CHF um.

Getrieben wurde die Erholung des Dollarkurses durch positive Konjunkturdaten aus den USA. Der monatliche Arbeitsmarktbericht des Dienstleisters ADP wies einen starken Stellenaufbau aus. Hinzu kam ein etwas höheres Wachstum der US-Wirtschaft im zweiten Quartal. Die Statistikbehörde korrigierte vorläufige Zahlen etwas nach oben. Mit auf das Jahr hochgerechneten 3,0 Prozent ist die weltgrösste Volkswirtschaft im Frühjahr ordentlich gewachsen.

"Der Anstieg des Euro-Dollar-Kurses ist kurzfristig eindeutig überzogen", schrieb Christian Apelt von der Helaba in einem Marktkommentar. Für den Dollar spreche das konjunkturelle Bild in den USA, das sich merklich aufgehellt habe. Die Wachstumsschwäche vom Jahresanfang sei überwunden, die Indikatoren deuteten auf ein robustes zweites Halbjahr hin. Der Devisenmarkt habe beim Euro "überschossen". Der Gemeinschaftswährung drohe daher in den kommenden Monaten ein Rückfall bis auf 1,10 Dollar, prognostizierte der Devisenexperte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1916 (Dienstag: 1,2048) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8392 (0,8300) Euro.

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(AWP)