Devisen: Eurokurs gibt zum Dollar weiter nach - Behauptet sich zum Franken

Der Euro ist am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar erneut merklich unter Druck geraten. Die europäische Gemeinschaftswährung wird gegen Mittag mit 1,1755 US-Dollar gehandelt. Im frühen Handel hatte der Euro noch knapp unter der Marke von 1,18 Dollar notiert.
27.09.2017 13:05

Zum Franken notiert die Gemeinschaftswährung bei 1,1450 CHF zwar weiterhin unter der Marke von 1,15, hat sich seit Dienstagnachmittag aber insgesamt wieder etwas erholt. Und auch der US-Dollar macht gegenüber dem Franken weiter Boden gut und steht aktuell bei 0,9740 CHF nicht weit unter seinem bisherigen Tageshoch von 0,9765.

Am Markt wird denn auch aktuell von einer allgemeinen Dollar-Stärke gesprochen. Die Spekulation auf eine Steuerreform in den USA sorge für Auftrieb bei der US-Währung. Am Markt wird erwartet, dass US-Präsident Donald Trump im weiteren Handelsverlauf die lange erwarteten Steuerpläne vorlegen wird. Diese sollen vor allem Unternehmen deutlich entlasten.

Darüber hinaus hat auch die Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Janet Yellen, für Auftrieb beim Dollar gesorgt. Mit ihrer Rede am Dienstagabend habe sie eine weitere Zinserhöhung in den USA im Dezember wahrscheinlicher gemacht, kommentierte Devisenexperte Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank. Trotz einer vergleichsweise niedrigen Inflation in den USA will das Fed die Zinserhöhungen seiner Einschätzung nach "eisern fortsetzen". "In dubio pro Zinserhöhung scheint ihr Motto zu sein", sagte Leuchtmann.

Am Nachmittag werden in den USA noch Zahlen zu den Auftragseingängen für langlebige Güter und zum Häusermarkt veröffentlicht.

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(AWP)