Devisen: Eurokurs hält sich bei 1,18 US-Dollar - Franken etwas stärker

Der Eurokurs hat sich am Freitag erneut an der Marke von 1,18 US-Dollar orientiert. Verglichen mit dem Stand zur gleichen Zeit am Vortag konnte die Gemeinschaftswährung etwas zulegen. Zuletzt wurden in New York 1,1797 Dollar für einen Euro bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1795 (Donnerstag: 1,1771) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8478 (0,8495) Euro.
17.11.2017 21:26

Der Franken zeigte sich am Abend zu den Hauptwährungen wieder etwas fester. So verbilligte sich der Euro gegenüber der Schweizer Währung auf 1,1660 CHF (Nachmittag 1,1686), nachdem er noch am Freitagmorgen mit 1,1724 CHF noch einen neuen Höchsttand seit Aufhebung des Mindestkurses im Januar 2015 markiert hatte. Der US-Dollar ist zum Franken wieder unter die Marke von 99 Rappen gesunken und kostet noch 0,9884 CHF (Vorabend 0,9919).

Starke Impulse blieben am Freitag am Devisenmarkt aus. Auf Konjunkturseite waren aktuelle Daten vom US-Häusermarkt positiv ausgefallen, sie bewegten den Handel zwischen Euro und Dollar aber ebenso wenig wie Rekordzahlen zur Leistungsbilanz in der Eurozone oder neueste Bemerkungen einiger Notenbanker, darunter EZB-Präsident Mario Draghi. Dieser hatte bei einem Kongress in Frankfurt gesagt, dass der Euroraum trotz eines soliden Konjunkturumfelds weiterhin auf das billige Geld angewiesen sei.

Marktbewegend war vielmehr die Börsenstimmung, die sich nach einer kurzen Euphorie am Vortag wieder eintrübte. Dies belastete die Aktienmärkte, sorgte aber für eine verstärkte Nachfrage nach dem japanischen Yen und dem Schweizer Franken, die als "sichere Anlagehäfen" gelten. In diesem Punkt steht der US-Dollar derzeit nicht mehr so hoch in der Gunst der Anleger wie in der Vergangenheit.

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(AWP)