Devisen: Eurokurs im US-Handel kaum verändert bei etwas über 1,18 Dollar

Der Euro hat am Freitag seine Kursgewinne zum US-Dollar vom Vortag etwas ausgebaut. Die Gemeinschaftswährung stieg wieder über 1,18 US-Dollar. Im New Yorker Handel kostete sie zuletzt 1,1819 Dollar und damit etwa so viel wie im europäischen Nachmittagsgeschäft. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1806 (Donnerstag: 1,1778) Dollar festgesetzt.
29.09.2017 21:05

Auch zum Franken büsste der "Greenback" etwas an Boden ein. Nachdem er im frühen Geschäft die Schwelle von 0,97 preisgeben musste, kostet er zum Berichtszeitpunkt noch 0,9682 CHF. Der Euro geht mit 1,1442 CHF nur unwesentlich fester um als noch am Morgen.

Vor dem Wochenende waren Preisdaten aus der Eurozone und aus den USA das beherrschende Thema am Devisenmarkt. Im Euroraum war die Inflation im September mit 1,5 Prozent etwas schwächer als erwartet ausgefallen. Nach Einschätzung von Experten dürfte die jüngste Preisentwicklung die EZB in ihrem Vorhaben bestätigen, die Geldschleusen nur sehr zögerlich zu schliessen.

Im europäischen Nachmittagshandel hatten Daten zur Preisentwicklung in den USA im Fokus der Anleger gestanden. Ähnlich wie in Europa ist auch in den Vereinigten Staaten die Inflation vergleichsweise schwach. Die Zentralbanken verunsichert das, weil sie sich das Phänomen nicht wirklich erklären können. Die Inflation liegt in den USA deutlich unter dem von der US-Notenbank anvisierten Ziel von zwei Prozent. "Eine Zinserhöhung im Dezember ist somit noch keine ausgemachte Sache", kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba).

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(AWP)