Devisen: Eurokurs im US-Handel weiter schwach

NEW YORK (awp international) - Der Eurokurs hat sich am Montag im US-Handel weiter schwächer gezeigt. Rund eine Stunde vor dem Handelsschluss an der Wall Street wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0874 US-Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel war sie bis auf 1,0859 Dollar gesunken.
24.10.2016 21:45

Zum Franken notiert der Euro am Montagabend kaum verändert zu 1,0911 nach 1,0809 CHF am Nachmittag. Der Dollar zum Franken geht derweil für 0,9940 nach 0,9932 CHF um.

Überraschend gute Zahlen zur Unternehmensstimmung im Euroraum hatten dem Eurokurs am Vormittag nach anfänglichen Verlusten etwas Auftrieb gegeben. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsinstituts Markit, eine stark beachtete Umfrage unter Unternehmen, war im Oktober um 1,1 Punkte auf 53,7 Zähler gestiegen und signalisiert damit solides Wachstum. Volkswirte hatten lediglich mit einem Anstieg auf 52,8 Punkte gerechnet.

Der Dollarkurs legt jedoch schon seit einigen Tagen im Vergleich zu anderen Währungen zu. Gestützt wird die amerikanische Währung weiter durch die wachsende Erwartung, dass in den USA Präsidentschaftskandidat Donald Trump seiner Konkurrentin Hillary Clinton unterliegen wird. Trump gilt an den Finanzmärkten als Unsicherheitsfaktor. Bei einem Wahlsieg von Clinton könnte die US-Notenbank Fed die Zinsen rascher anheben, was den Dollarkurs stützen würde. Nach Einschätzung von Fed-Mitglied James Bullard ist der Dezember der wahrscheinlichste Termin für die erste Zinsanhebung in diesem Jahr.

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0891 (Freitag: 1,0886) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9182 (0,9186) Euro.

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(AWP)