Devisen: Eurokurs im US-Handel wenig bewegt - Schwächerer Franken

Der Eurokurs hat am Montag im US-Handel nur noch minimal weiter nachgegeben. Rund eine Dreiviertelstunde vor der Schlussglocke an der Wall Street kostete die Gemeinschaftswährung 1,1744 US-Dollar. Nach dem Unabhängigkeitsreferendum in der spanischen Region Katalonien war der Kurs deutlich unter Druck geraten und bis auf 1,1730 Dollar gefallen. Das war etwa ein Cent weniger als am Freitag.
02.10.2017 21:28

Abgesehen vom Druck auf den Eurokurs war zum Wochenstart auch der US-Dollar gefragt. Dafür nannten Fachleute zwei Gründe: Zum einen hält sich die Zuversicht, dass die US-Regierung ihre Steuerpläne einigermassen unbeschadet durch den Kongress bekommt und die Wirtschaft dadurch einen Wachstumsschub erhält. Zum anderen sorgen Spekulationen über die kommende Führung der US-Notenbank für Dollar-Auftrieb. Medienberichten zufolge soll der frühere Notenbanker Kevin Warsh zum Favoritenkreis gehören. Dieser gilt grundsätzlich als Vertreter einer straffen Geldpolitik. Währungen profitieren meistens von der Aussicht auf höhere Zinsen.

Der Franken hat sich am frühen Montagabend gegenüber dem Euro und dem US-Dollar auffällig abgeschwächt und sich seither auch nicht mehr erholt. Das Währungspaar EUR/CHF (aktuell: 1,1446) stieg dabei wieder klar über die 1,14er-Grenze, unter die es am Montagmittag gefallen war; das Duo USD/CHF notiert aktuell bei 0,9746, nachdem es sich davor im Tagesverlauf um die 0,97er-Marke bewegt hatte.

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(AWP)