Devisen: Eurokurs kämpft mit Marke von 1,19 US-Dollar

Der Eurokurs hat am Donnerstag im US-Handel nur kurz die Marke von 1,19 US-Dollar überwinden können. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung glatt 1,1900 Dollar. Im europäischen Vormittagshandel hatte der Euro allerdings noch über dieser Marke notiert und war am Dienstag bis auf 1,2070 Dollar gestiegen - den höchsten Stand seit Anfang 2015.
31.08.2017 21:18

Gegenüber dem Schweizer Franken hat sich der Euro am Abend weiter abgeschwächt auf aktuell 1,1420 nach 1,1425 CHF am Nachmittag. Der US-Dollar fällt unter die Marke von 0,96 CHF auf 0,9593 von zuvor 0,9617 CHF.

Auslöser der Euro-Verluste war der festere US-Dollar, der zu vielen Währungen zulegte. Am Markt wurde die insgesamt bessere Finanzmarktstimmung als Grund für die Dollar-Erholung genannt. Die geopolitischen Risiken durch die jüngste Zuspitzung der Nordkorea-Krise und die Folgen der Überschwemmungen in Texas sind vorerst etwas in den Hintergrund getreten.

Im europäischen Nachmittagshandel hatte der Dollar einen Teil seiner Gewinne wieder abgegeben. Die sehr verhaltene Inflationsentwicklung in den USA belastete den Dollar etwas. Der von der US-Notenbank Fed als Inflationsmass beachtete PCE-Deflator lag wie erwartet bei 1,4 Prozent. Die US-Notenbank strebt hingegen eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Die Kernrate lag sogar mit 1,4 Prozent etwas niedriger als im Vormonat. US-Finanzminister Steven Mnuchin hatte zudem gesagt, ein schwächerer Dollar sei etwas besser für den Handel der Vereinigten Staaten.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1825 (Mittwoch: 1,1916) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8457 (0,8392) Euro gekostet. Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91973 (0,92246) britische Pfund, 130,81 (131,25) japanische Yen und 1,1446 (1,1422) Schweizer Franken festgesetzt./he

(AWP)