Devisen: Eurokurs legt etwas zu - zum Franken auf Höchststand seit SNB-Entscheid

Der Euro hat am Dienstag etwas zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde am Nachmittag mit 1,1765 US-Dollar gehandelt. Am Morgen war der Euro noch zeitweise bis auf 1,1743 Dollar gefallen.
24.10.2017 17:03

Gegenüber dem Schweizer Franken legte der Euro nach dem Mittag kräftig zu und stieg mit zeitweise 1,1653 CHF auf den höchsten Stand seit der Aufhebung der Mindestgrenze durch die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015. Am späten Nachmittag kostet die Gemeinschaftswährung 1,1645 CHF nach noch 1,1583 am Morgen. Der US-Dollar erzielte zum Franken ebenfalls Gewinne. Am Dienstag-Nachmittag geht der Dollar bei 0,9898 CHF um.

Insgesamt bewegte sich der Handel in ruhigen Bahnen. Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Oktober stärker als erwartet eingetrübt. Der Eurokurs legte aber trotzdem etwas zu. Schliesslich signalisiert der vom IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex weiterhin ein robustes Wirtschaftswachstum. Zudem verbesserten sich die Werte für die Industrie und auch die entsprechenden Daten für Frankreich.

Die Euro-Wirtschaft zeige sich unbeeindruckt von einer zuletzt etwas schwächeren globalen Nachfrage, kommentierte Christoph Weil, Experte bei der Commerzbank. "Die Abkopplung der Industrie im Euroraum von der globalen Konjunktur zeigt, dass der Aufschwung vor allem von der Binnennachfrage getragen wird", so der Ökonom.

Der Markt wartet auf die Sitzung des EZB-Rats am Donnerstag. Analysten rechnen damit, dass die Notenbank ihre Wertpapierkäufe ins kommende Jahr hinein verlängern wird, allerdings in geringerem monatlichen Umfang. Unklar ist auch, für welchen Zeitraum die Käufe verlängert werden und ob die EZB ein Enddatum für ihr Kaufprogramm angeben wird.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89303 (0,89090) GBP und 133,95 (133,59) JPY fest.

Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1276,45 (1274,90) Dollar gefixt.

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(AWP)