Devisen: Eurokurs legt etwas zu - Zum Franken über 1,14

Der Eurokurs hat am Mittwoch etwas zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1524 US-Dollar. Am Vormittag war er noch bis auf 1,1480 Dollar zurückgefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1500 (Dienstag: 1,1435) US-Dollar fest.
10.10.2018 16:46

Zum Schweizer Franken hat sich der Euro oberhalb der Marke von 1,14 Franken festgesetzt. Nachdem der Euro am frühen Nachmittag gar bis auf 1,1438 Franken vorrücken konnte, kostet er aktuell noch 1,1416 Franken. Demgegenüber schwächt sich der US-Dollar zum Franken ab und bewegt sich so auf die Schwelle von 0,99 Franken zu. Der "Greenback" notiert derzeit mit 0,9905 Franken nach Kurseon von 0,9935 Franken am Morgen.

Der Eurokurs profitierte etwas von der Beruhigung am italienischen Anleihemarkt. Nach wie vor bleiben aber die Querelen um die Haushaltspläne der italienischen Regierung ein bestimmendes Thema am Devisenmarkt. Der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini stellte in einem Interview mit dem Fernsehsender RAI noch einmal klar, dass es keine Abstriche bei den umstrittenen Haushaltsplanungen geben werde.

Das unabhängige parlamentarische Haushaltsbüro hatte zuletzt die ökonomischen Prognosen, die der Haushaltsplanung der Regierung in Rom zu Grunde liegen, als zu optimistisch bezeichnet. Finanzminister Giovanni Tria versprach hingegen am Mittwoch, dass man die selbst gesteckten Ziel erreichen wolle. Die Regierung wolle das Vertrauen der Märkte zurückgewinnen und werde alles dafür tun. "Wir dürfen aber nicht denken: Wir haben das Vertrauen nicht, also setzen wir auch keinen Haushalt des Wachstums um."

"Der Hickhack um den italienischen Haushalt zeigt, dass auch das Thema Schulden in der Eurozone noch lange nicht überstanden ist", kommentierte Antje Praefcke, Devisenexpertin der Commerzbank. Daran würden auch die Anleihekäufe der EZB nichts ändern. Zu der "Entzauberung des Euro" trügen auch die innenpolitischen Probleme des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron bei. Er galt lange als Hoffnungsträger der Eurozone.

Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1188,60 (1185,55) Dollar festgesetzt.

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(AWP)