Devisen: Eurokurs legt im US-Handel etwas zu - USD/CHF auf Zweijahres-Tief

Der Eurokurs hat am Freitag im US-Handel nochmals etwas zugelegt. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1675 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1642 (Donnerstag: 1,1485) Dollar festgesetzt. Vor den Beschlüssen der Europäischen Zentralbank (EZB) am Vortag hatte der Euro noch knapp zwei Cent tiefer notiert.
21.07.2017 21:30

Der Franken zeigte sich gar noch etwas stärker als der Euro. EUR/CHF sank entsprechend auf 1,1026 von 1,1046 am Mittag bzw. 1,1075 am Morgen. USD/CHF sank damit deutlich auf 0,9442 von 0,9501 am Morgen, am Donnerstagmittag hatte das Paar gar noch bei 0,9578 notiert. Der US-Dollar notiert damit zum Franken weiter auf dem tiefsten Stand seit zwei Jahren. EUR/CHF hatte derweil am Morgen mit 1,1090 den höchsten Stand seit rund 14 Monaten erreicht.

Einige Experten begründen den Euroanstieg zum US-Dollar mit gelassenen Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi zum Wechselkurs. Obwohl der Euro bereits seit Wochen tendenziell gestiegen ist, habe Draghi "nicht das geringste Anzeichen von Nervosität gezeigt", sagte Antje Praefcke, Devisenexpertin bei der Commerzbank. Sein einziger Kommentar zum Euro war: "Dem Wechselkurs wurde etwas Aufmerksamkeit geschenkt."

Zuvor hatten viele Marktbeobachter argumentiert, dass die EZB den starken Euro mit Sorge sehe. Demnach hätte Draghi versuchen können, den Euro gezielt zu schwächen. Ein Vorgehen, dass unter Experten "verbale Intervention" genannt wird. Manche Experten verwiesen zudem darauf, dass Draghi eine Entscheidung über eine mögliche Kursänderung im Herbst angedeutet habe. Andere argumentieren, viele Anleger hätten von Draghi noch mehr Beschwichtigung erwartet. Wieder andere sehen erneute optimistische Worte Draghis zur Wirtschaft im Fokus.

/he

(AWP)