Devisen: Eurokurs legt leicht zu

Der Euro hat am Mittwoch in einem schwankungsanfälligen Handel zum US-Dollar unter dem Strich leicht zugelegt. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0953 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zeitweise hatte der Euro einen halben Cent weniger gekostet.
02.10.2019 17:22

Gegenüber dem Schweizer Franken gewannen sowohl der Euro als auch der Dollar im Verlauf des Mittwoch an Wert. Dies nachdem SNB-Direktoriumsmitglied Andrea Maechler in einer Rede ein erneutes Bekenntnis zu den Negativzinsen in der Schweiz abgegeben hatte. Aktuell steht der Euro bei 1,0932 Franken nach Kursen von um die 1,0860 Franken im frühen Geschäft. Der Dollar geht derweil zu 0,9981 Franken um nach zuvor 0,9933 Franken.

Beim Euro war zuletzt Erholung auf breiter Front angesagt, nachdem er am Dienstag mit weniger als 1,09 Dollar auf den tiefsten Stand seit Mai 2017 zurückgefallen war. Analysten führen das vor allem auf den etwas schwächeren Dollar zurück. Auf der US-Währung lasten schwache Konjunkturdaten. Am Dienstag hatte ein stark beachtetes Konjunkturbarometer Rezessionsängste geschürt. Am Mittwoch kam es nicht ganz so schlimm, Arbeitsmarktdaten des privaten Datenanbieters ADP enttäuschten nur leicht. Dennoch wurde der Dollar erneut belastet.

Das britische Pfund zeigte sich zur Wochenmitte relativ unbeeindruckt von neuen Vorschlägen der britischen Regierung zum Brexit. Premierminister Boris Johnson bekräftigte auf dem Parteitag der konservativen Tories, dass Grossbritannien die Europäische Union am 31. Oktober in jedem Fall verlassen werde. Offenbar plant die Regierung, die umstrittene Auffangregelung zur Vermeidung einer irisch-nordirischen Grenze durch Kontrollen fernab der Grenze zu vermeiden. Analysten gaben einem derartigen Vorschlag kaum eine Chance, weil die EU ähnliche Vorschläge bereits abgelehnt habe.

Die Feinunze (etwa 31,1 Gramm) Gold wurde am Nachmittag in London mit 1'496 Dollar gehandelt. Das waren etwa 17 Dollar mehr als am Vortag.

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(AWP)