Devisen: Eurokurs legt nach Konjunkturdaten zum Dollar zu - Stabil zum Franken

FRANKFURT (awp international) - Der Euro hat am Donnerstag nach robusten Konjunkturdaten gegenüber dem US-Dollar zugelegt. Die europäische Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,1086 US-Dollar. Zeitweise war der Euro sogar über die Marke von 1,11 Dollar gestiegen.
28.07.2016 13:31

Zum Franken bewegt sich der Euro dagegen weiter seitwärts. Am Mittag kostet ein Euro 1,0910 CHF und damit in etwa so viel wie am Morgen, als er zu 1,0907 umging. Damit bleibt das EUR/CHF-Währungspaar aber unter dem Widerstand, den die Experten der ZKB bei 1,0945 ausmachen. Erst oberhalb dieser Schwelle könnte sich ein Trend nach oben ausbilden, heisst es in dem Kommentar weiter. Der Dollar gibt im Umkehrschluss zum steigenden Euro nach und schwächt sich auch zum Franken am Mittag auf 0,9843 CHF weiter ab.

Zunächst hatte die abwartende Haltung der US-Notenbank Fed den Euro beflügelt. Sie hatte ihren Leitzins am Mittwochabend nicht angehoben und auch keinen klaren Hinweis auf den Zeitpunkt für eine Erhöhung gegeben. Vor den Zinsentscheidungen in den USA am Mittwoch hatte der Euro noch knapp unter 1,10 Dollar notiert.

Am Donnerstagvormittag stützten zusätzlich robuste Konjunkturdaten aus der Eurozone die Gemeinschaftswährung. Die Wirtschaftsstimmung hat sich im Juli laut Daten der EU-Kommission trotz des Brexit-Votums aufgehellt. Volkswirte hatten hingegen mit einer Eintrübung gerechnet. Die Daten bestätigten andere Frühindikatoren, die bisher nur geringe Auswirkungen der Entscheidung der Briten auf die Eurozone feststellten.

Dagegen wird die Wirtschaft von Grossbritannien laut den Stimmungsdaten der EU-Kommission durch das Brexit-Votum deutlich belastet. Hier geriet der Indikator im Juli stark unter Druck. Das britische Pfund fiel zuletzt auf ein Tagestief von 1,3140 Dollar. Vor den Daten hatte das Pfund noch über der Marke von 1,32 Dollar notiert.

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(AWP)